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Anlage 2: Tätigkeitsbericht für das
Jahr 2022
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Verabschiedet vom Vorstand des BSVSH im April 2023 für die Beratung
in der Mitgliederversammlung am 10.06.2023
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Geschäftsführung und Vorstand
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Führungswechsel bei laufendem Betrieb
In
der Mitte des Berichtsjahres, am 11. Juni 2022 fand in Kiel eine
Mitgliederversammlung statt, die einen kompletten Wechsel in der
Führung des Vereins markiert.
Mit
41 von 42 der abgegebenen Stimmen wählten die anwesenden
Vereinsmitglieder Dr. Jürgen Trinkus zum Vorsitzenden und Herrn
Norbert Stolte sowie frau Ursula Kleinert zu seinen Stellvertretern.
Auch
die Beisitzerpositionen wurden mit überwältigendem Votum mit Regine
Planer-Regis und Karl Küppers besetzt.
Mit
Sascha Lang, Dr. Stefani Hettmer und Alexandra Richter wurde das neue
Team durch drei Ersatzbeisitzer ergänzt, die – beginnend mit der
konstituierenden Sitzung am Wahltag an - voll umfänglich in die
Arbeit des Vorstands integriert wurden.
Der
Vorstand war von Anfang an bemüht, das Team der aktiven Ehrenamtler
zu erweitern.
Das
Berichtsjahr war ein für alle Beteiligten schwieriges Jahr des
Wechsels.
Durch
die Mitgliederversammlung am 10.06.2022 wurde ein komplett neuer
Vorstand gewählt.
Zugleich
endete eine Ära in der Geschäftsführung.
Eine
ordnungsgemäße Übergabe durch den bis zur Wahlversammlung
amtierenden Vorstand hat nur in minimalem Umfang und verspätet
stattgefunden.
Seit
dem Rücktritt des Vorsitzenden Detlef Böhning aus gesundheitlichen
Gründen mit Wirkung 31 Dezember 2020 und dem Rücktritt des 2.
Stellvertretenden Vorsitzenden Christoph Schürmann im August 2021
wurde die Außenvertretung formell durch die 1. stellvertretende
Vorsitzende Frau Cornelia Mackenthun wahrgenommen, die seit November
2021 nicht mehr öffentlich in Erscheinung trat.
Sie
war zum Zeitpunkt der Mitgliederversammlung im Juni 2022 krankgemeldet
und steht für Anfragen des neuen Vorstands bis dato leider nicht zur
Verfügung.
Der
bisherige Geschäftsführer, Herr Wolfgang Gallinat hatte bereits
seine Berentung für Oktober 2022 eingeleitet.
Vorgesehen
war die Anstellung des Architekten Marc Jestrimsky als Nachfolger ab
Juli 2022. Zehn Tage nach der Mitgliederversammlung, am 20. Juni wurde
dem Vorsitzenden ein von C. Mackenthun am 04.05.2022 unterzeichneter
Beschluss des vorangegangenen Vorstands vorgelegt, wonach Herr
Gallinat mit Wirkung 02.07.2022 "unwiderruflich bis zum Ablauf des
30.09.2022 von der Arbeit freigestellt" wurde.
Dass
der neue ehrenamtliche Vorstand in dieser Situation den Verein mit
seinen wirtschaftlichen Belangen durch die schwierige Übergangszeit
führen konnte, ist maßgeblich auch dem Verantwortungsbewusstsein,
der Kooperationsbereitschaft und dem tatkräftigen Einsatz des Teams
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken.
Der
Dank des Vorstands gilt hier namentlich Frau Doris Gallinat, die durch
Wahrnehmung der Aufgaben einer stellvertretenden Geschäftsführerin
bis zum Jahresende dem ehrenamtlichen Vorstand bei der Wahrnehmung
seiner Aufgaben beigestanden hat.
Anja
Schliewe als einzig verbliebene Mitarbeiterin der
Vereinsgeschäftsstelle hat mit hoher Einsatzbereitschaft, Umsicht und
Freundlichkeit weit mehr als nur die Mitgliederverwaltung und die
Kommunikation nach innen und außen zur Zufriedenheit der Mitglieder
und des Vorstands erledigt.
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Pflegeeinrichtung und BLIXX GmbH
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Die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer stationären
Pflegeeinrichtung sowie der BLIXX GmbH sorgten durch hohen Einsatz
dafür, dass die Einrichtungen des Vereins erfolgreich durch
schwierige Zeiten geführt werden konnten.
Besonders
komplex und drängend waren die nötigen Entscheidungen für das Haus
am Tremser Teich.
Ein
umfangreicher Maßnahmenkatalog nach einer Brandschau vom 10. Mai
erwies sich als sehr arbeits- und kostenintensiv.
Insbesondere
die Schaffung eines zweiten Rettungsweges für vier Bewohnerzimmer
impliziert aufwändige und langwierige Planungs-, Baugenehmigungs- und
Vorbereitungsverfahren.
Hierbei
hat unser Architekt Marc Jestrimsky Erfahrung, Engagement und Umsicht
eingebracht, ohne die wir den komplexen Herausforderungen kaum
gewachsen gewesen wären.
Gleichzeitig
musste das Tariftreuegesetz umgesetzt werden, was schwierige
Pflegesatzverhandlungen mit den Kostenträgern einschloss.
Die
Kostenexplosion insbesondere bezüglich der Energieversorgung und
Dienstleistungen waren fordernd.
Nehmen
wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie hinzu, wird deutlich, dass
die Sicherstellung und vollumfängliche Aufrechterhaltung des Betriebs
für die damit Beschäftigten eine herausragende Leistung darstellt,
die gar nicht genug gewürdigt werden kann!
Der
Vorstand stellte sich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des HaTT
in einer kurzen Personalversammlung am 16.08.2022 vor und würdigte
die starke Gesamtleistung des HaTT-Teams in einem Dankesbrief zum
Jahresende.
Durch
den im Juni gewählten Vorstand musste eine Umschuldung der
Kreditlinien des Vereins zu Ende geführt werden.
Hierfür
hatte der vorherige Vorstand mit der Sparkasse zu Lübeck sehr gute
Konditionen ausgehandelt, die auch die Abfederung der Mehrbelastungen
von Herbst und Winter 2022-2023 ermöglichten.
Dass
in dieser schwierigen Gemengelage stets alle Löhne und Gehälter von
Pflegeheim, BLIXX und Geschäftsstelle gezahlt werden konnten und der
Verein stets zahlungs- und handlungsfähig blieb, war alles andere als
selbstverständlich.
Nach
der Wahlversammlung vom 11. Juni 2022 kam Frau Labusch zu dem
Ergebnis, dass sie ihr Mandat für die Buchhaltung und Steuerberatung
des BSVSH niederlegen möchte.
Eine
Ablösung dieser für den Verein und seine Einrichtungen
lebenswichtigen Leistungsbeziehungen musste also unmittelbar betrieben
werden.
Mit
Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands konnten schon im
August PariSERVE für die Finanz- und
Personalbuchhaltung und Take/Maracke für die Steuerberatung gewonnen
werden.
Die
Beteiligten kamen überein, dass die tatsächliche Ablösung
zweckmäßigerweise mit dem Geschäftsjahr 2023 umzusetzen ist.
Der
Vorstand bedankt sich bei Frau Labusch und ihrem Team für die
verantwortungsbewusste Weiterführung aller Arbeiten bis zur
Fertigstellung der Jahresabschlüsse 2022 und der Überführung der
Buchhaltung ab Januar 2023.
Der
Vorstand hielt zwischen Juni und Dezember 2022 monatlich insgesamt 6
Sitzungen ab und führte im Oktober eine Klausurtagung durch, die auch
für einen wertvollen Austausch mit den Führungen der
Nachbarverbände in Hamburg und Niedersachsen genutzt
wurde.
Die
Wahrnehmung der äußerst vielgestaltigen und vielschichtigen
Verantwortung für den Verein und dessen Einrichtungen verlangte den
ehrenamtlichen Neulingen in der Gesamtverantwortung eine steile
Lernkurve und ein alle Kräfte forderndes Arbeitspensum ab.
Dabei
ging es auch um Teambildung, bei der es der Anspruch war, dass alle
ihren Platz finden, auf dem ihre Stärken zur Geltung kommen und ihre
Unzulänglichkeiten durch das Team aufgefangen werden.
Dies
ist mit Abstrichen gelungen.
"Füreinander
miteinander – gemeinsam weitersehen!" ist der Leitgedanke bei
der Entwicklung des Vereinslebens.
Interessen-
und Fachgruppen auf örtlicher, regionaler und Landesebene sind die
Zellen, aus denen sich das Vereinsgewebe aufbaut.
Alle,
die an der Entwicklung von Gruppen innerhalb des BSVSH aktiv
teilnehmen wollen, waren für den 8. Oktober zu einem von Ursula
Kleinert organisierten Treffen nach Neumünster eingeladen.
Das
Treffen war mit einer speziellen Führung durch die vom sehbehinderten
Leiter der Sternwarte Neumünster Marco Ludwig gestalteten
Sonderausstellung mit "Astronomie zum Anfassen" verbunden.
Eine
bundesweite technische Störung im Bahnbetrieb sorgte
bedauerlicherweise für eine starke Reduzierung der erwarteten
Teilnehmerzahl.
Dem
Vorstand war es wichtig, den Aktiven im Land zu signalisieren, dass
bürokratische Hindernisse für eine offene Gruppenarbeit außer Kraft
gesetzt wurden.
Die
Gruppenarbeit belebt sich allmählich wieder.
Eine
AG Vereinsleben begleitet und befördert diese
Entwicklung.
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Landesweite Gruppenarbeit
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Landesweit
haben sich die Führhundhaltenden, die Technik-Interessierten, die
Interessenten an speziellen Belangen von Sehbehinderten auf den Weg
gemacht, Gruppen zu bilden.
Bislang
fanden primär Telefonkonferenzen statt und wurden WhatsApp-Gruppen
für den Austausch genutzt.
Eine
besondere Rolle spielte in der Vergangenheit die Begegnungsstätte in
der Kieler Melanchthonstraße 31. Am 24.09.2022 trafen sich in den
verwaisten Räumen 15 Interessierte mit Herrn Arne Leisner (Leiter des
Amts für Soziale Dienste der Landeshauptstadt Kiel) und Brigitte
Habering als Leiterin der Kieler Kontaktstelle für
Selbsthilfegruppen.
Deutlich
wurde, dass vieles möglich ist, um mit Projekten und Aktivitäten die
Räume zu beleben.
Auch
die ehemals regelmäßigen Beratungstermine sind wieder möglich.
Auch
hier gilt, was sich rückblickend auf die Zeit seit der Neuwahl am 10.
Juni sagen lässt: Wir bewegen uns in die richtige Richtung;
aber
alles dauert länger als gedacht oder erhofft worden ist.
Unser
Wiederbelebungskonzept ermöglichte einen erfolgreichen Antrag auf
institutionelle Förderung der Veranstaltungsorganisation durch die
Finanzierung von 2 Stellen für geringfügig Beschäftigte im Jahr
2023. Eine gut besuchte Vorweihnachtsfeier am 10.12.2022. Am 8.
Dezember führte der Vereinsvorstand eine seiner monatlichen Sitzungen
ebenfalls in der "Mela 31" durch.
Eine
erste Inventur mit Frau Schliewe fand am 6.10.2022 statt.
Die
Verwirklichung der Standortstrategie Lübeck als Standbein, Kiel als
Spielbein und Rendsburg als Ort besonderer Verantwortung, wie sie der
Vorsitzende Dr. Jürgen Trinkus bei seiner Wahl postuliert hat, wird
nach Maßgabe der personellen Kapazitäten umgesetzt.
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Mitgliederentwicklung, Willkommenskultur, Vereinskommunikation
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Die Entwicklung des Mitgliederbestands 2022
Nach
der Vorstandsneuwahl konnte der negative Trend der
Mitgliederentwicklung zwar gestoppt und umgekehrt werden;
aber
die Gesamtbilanz des Jahres ist noch negativ.
Hatte
der BSVSH am 01.01.2022 noch 599 Mitglieder und 115 Fördermitglieder.
Mit
Stand 31.12.20233 waren es nur noch 566 Mitglieder und 112
Fördermitglieder (Insgesamt 674).
Es
gab auf ganze Jahr 2022 gesehen noch 42 Austritte (35 Mitglieder und 7
Fördermitglieder).
Im
Berichtsjahr verstarben 35 Mitglieder und 4 Fördermitglieder.
Es
gab demgegenüber 35 Neuaufnahmen (31 Mitglieder und 4
Fördermitglieder).
Unter
den Neumitgliedern sind auch Rückkehrer, die den BSVSH in der
zurückliegenden Zeit verlassen hatten, darunter solche, die in den
BSV Hamburg gewechselt waren.
Die
erfreuliche Trendwende kommt 2023 erst voll zur Wirkung.
Wichtig
ist dem neuen Vorstand auch, Jubiläen langjähriger Mitglieder zu
würdigen und der Verstorbenen angemessen zu gedenken.
Wer
sich an unseren Verein wendet, soll sich beachtet und geachtet fühlen
können.
Die
Arbeit an der Willkommenskultur ist dem neuen Vorstand ein
herausragendes Anliegen.
Ein
digitales Aufnahmeformular befindet sich in der Erprobung.
Vor
allem aber ist es das gemeinsame Bestreben von Vorstand und
Geschäftsstelle, möglichst keine Kontaktaufnahme zum Landesverein
unbeantwortet zu lassen.
Am
12.12.2022 ging in der Geschäftsstelle eine neue Telefonanlage in
Betrieb.
Damit
können auch Nachrichten auf den Telefonbeantwortern gut dokumentiert
und weiterverarbeitet werden.
Die
telefonische Erreichbarkeit der Geschäftsstelle wurde neu reguliert.
Die
Sprechzeiten betragen seit Inbetriebnahme der neuen Telefonanlage Mo.,
Di., Do. und Fr. zwischen 10:00 und 14:00 Uhr.
Damit
wird gewährleistet, dass die unterbesetzte Geschäftsstelle auch
konzentriert Arbeiten verrichten kann, die besser nicht durch
Telefonate unterbrochen werden sollten.
Der
Vorstand begann unmittelbar nach seiner Wahl damit, eine monatliche
Infopost zu veröffentlichen und über den Mailverteiler zu versenden.
Seit
September gibt es unser Hörmagazin "MoinSEHN", das als
"Buch 21" auf der Plattform
"
DBSV
Inform"
unseres Spitzenverbandes veröffentlicht und als Podcast auf allen
einschlägigen Plattformen verbreitet wird.
Für
die Gestaltung unserer Informationsmedien wurde eine übergreifende
Redaktionsgruppe gebildet.
Ihr
gehören an:
-
Regine
Planer-Regis für die Infopost,
-
Michael
Eggers als Sprecher und perspektivisch für die
Homepage-Gestaltung,
-
Sascha
Lang als Moderator und Redakteur des Hörmagazins und
-
Dr.
Jürgen Trinkus als Gesamtverantwortlicher.
Die Belieferung mit Hörmedien und
Texten per E-Mail gestaltet sich sehr kostengünstig.
Die Erstellung und
Versendung einer Printausgabe ist weit aufwändiger und kann aktuell
nicht in dem Umfang geleistet werden, wie das auf den elektronischen
Wegen möglich ist.
Um wirklich alle zu erreichen,
wurde am 14.09.2022 ein Rundschreiben an alle Mitglieder verschickt.
In den Vorweihnachtstagen
wurde eine Jahresdank-CD mit einem kleinen Kultur- und
Informationsprogramm produziert in 500 Exemplaren verschickt sowie im
Rahmen des MoinSEHN-Podcasts verbreitet.
Für ihre Mitwirkung daran
danken wir Petra Bohn, Michael Eggers, Sascha Lang und Andreas
Wendt.
Die
tatsächlichen Informationsbedarfe und Mediennutzungen unserer
Mitglieder sind immer wieder neu zu erfassen, um sie möglichst
bedarfsgerecht befriedigen zu können.
Dem
diente eine telefonische Umfrage-Aktion mit dem Ziel, ca. 350
Mitglieder des BSVSH, die weder über elektronische noch Audio-Medien
erreicht werden, anzurufen.
Das
ist mehr als die Hälfte des ordentlichen Mitgliederbestandes.
Beteiligt
haben sich an dieser großen Aktion neben den Vorstandsmitgliedern
Karl Küppers, Alexandra Richter, Sascha Lang und Jürgen Trinkus
Petra Drodofsky (Kiel), Regina Thoms-Zander (Westküste und Norden),
Andreas Lassen (Itzehoe) und Bernd Leitz (südlicher Hamburger Raum).
Alle
Beteiligten haben sich engagiert ins Zeug gelegt und in beeindruckend
kurzer Zeit die Listen abgearbeitet, die Frau Schliewe
dankenswerterweise aus der Mitgliederdatei gezogen hatte.
Die
Anrufaktion hat sich auf diejenigen Mitglieder konzentriert, die weder
die "DBSV Info" noch unseren Newsletter beziehen.
Die
Rückmeldungen auszuwerten, war ein großes Stück Arbeit im Rahmen
der Datenpflege in der Geschäftsstelle.
In
der Mitgliederdatei konnte einige Aktualisierungen und Korrekturen
gemacht werden. 20-30% der Angerufenen waren unter der gelisteten
Nummer nicht oder nicht mehr erreichbar.
Den
Versand von Informationen des Vereins wünschen sich die Mitglieder
folgendermaßen:
Per
E-Mail 219, per Post: 139, auf CD 58. Keine Zusendungen wünschen 46
Mitglieder.
Die
Mitglieder, die sich nicht erklärt haben, erhalten die Materialien,
die an alle Mitglieder zu versenden sind, per Briefpost.
Der
Mail-Verteiler konnte aufgebessert werden. die Infopost beziehen
zurzeit 225 Personen.
Es
gibt noch immer einen nennenswerten Bedarf, mit Infos auf Papier
versorgt zu werden: lieber öfter aber nicht so umfangreich.
Die
gedruckten Infos werden mit einem Vorlesegerät oder von Angehörigen
vorgelesen.
Mögliche
Folgerung: Wir sollten versuchen, vielleicht 4-mal pro Jahr einen
gedruckten Infobrief, eine Art Infotelegramm auf maximal 18 Seiten
herauszubringen.
Dieser
sollte dann Hinweise auf weiterführende Informationsquellen
enthalten, die man sich schicken lassen kann oder die vielleicht
künftig mal auch telefonisch abhörbar werden.
Die
meisten Angerufenen zeigten sich hoch erfreut und hatten ein starkes
Redebedürfnis.
Das
Telefon wird auch künftig ein wichtiges Medium in der Vereinsarbeit
bleiben.
Immer
wieder wurde gesagt, dass die Gesprächskreise, wo sie nicht mehr
existieren, sehr vermisst werden.
Das
gilt auch für Weihnachtsfeiern.
Besonders
wurde das im Raum Schleswig geäußert.
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Wege für den alltäglichen Austausch
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Das
wichtigste sind die Möglichkeiten für Zusammenkünfte überall im
Land.
Darüber
hinaus spielt das Telefon eine große Rolle.
Hier
haben sich regelmäßige und sporadische Austauschrunden etabliert,
für die vor allem das niederschwellige und kostenlose Angebot
"Quality Conference" genutzt wird.
Für
die Vorstandsarbeit wurde mit unserem IT-Provider eine Vereins-Cloud
eingerichtet, die im Berichtszeitraum von der Redaktionsgruppe
getestet und genutzt wurde, um sie im Jahr 2023 auf den gesamten
Vorstand auszuweiten.
Dem
Vorstand ist bewusst, dass die Homepage als Visitenkarte und
Kontaktmedium des Vereins von herausragender Bedeutung ist.
Das,
was hier in der Vergangenheit eingestellt wurde, ist nicht ohne
weiteres bedienbar und fortschreibbar.
Ein
grundlegender Relaunch musste auf die Zeit nach der
Vereinskonsolidierung verschoben werden.
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Entwicklung des Beratungsangebots
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Ersthelferteam
Auch
den BSVSH erreichen ständig Anfragen von Menschen, die von Sehverlust
persönlich oder in Familie und Umfeld betroffen sind.
Es
ist unser Anspruch, niemanden in oft gravierenden Lebenskrisen allein
zu lassen.
Um
die Ratsuchenden mit ihren Anfragen, die überwiegend per Telefon aber
auch per Mail eingehen, nicht allein zu lassen, wurde bereits im
September 2022 ein Ersthelferteam geschaffen.
Die
Geschäftsstelle leitet eingehende Anfragen in einen Mail-Verteiler,
dem engagierte und erfahrene Vereinsmitglieder angehören.
Ad
hoc werden die einzelnen Fragen von Mitgliedern des Ersthelferpools,
die gerade freie Kapazitäten haben, aufgegriffen.
Dies
wird im Mail-Verteiler signalisiert, um Doppelbefassungen zu
vermeiden.
Die
teilweise sehr zeitaufwändigen und auch fordernden Telefonate werden
von den Ratsuchenden sehr dankbar wahrgenommen.
Sie
geben ihnen viele praktische Hinweise und vor allem Ermutigung, mit
den Einschneidenden Veränderungen der eigenen Lebenssituation zurecht
zu kommen.
Allen
Ersthelferinnen und Ersthelfern, die sich hier engagieren, sagt der
Vorstand ausdrücklich Dank.
Der
Wiederaufbau und Ausbau eines qualitativ hochwertigen
Beratungsangebots ist ein wesentliches Anliegen unseres Vereins.
Vorhandene
Ressourcen und Kapazitäten hierfür werden der Ausgangspunkt sein,
für den Aufbau eines leistungsfähigen, auch flächendeckend
verfügbaren stationären wie mobilen Beratungsangebots.
Der
BSVSH besitzt ein Info- und Beratungsmobil.
Dieses
kam im Berichtszeitraum nur einmal zum Einsatz.
Unser
Verein beteiligte sich damit am 3. Dezember 2022 an einer
Veranstaltung der Stadt Ratzeburg mit der Kreisbehindertenbeauftragten
Herzogtum Lauenburg zum internationalen Tag der Menschen mit
Behinderungen.
Einsätze
des Info- und Beratungsmobils müssen vorbereitet, organisiert und
finanziert werden.
Dazu
gehören Absprachen mit den jeweiligen Kommunen, mit
Vor-Ort-Institutionen, Information der örtlichen Medien, personelle
und finanzielle Absicherung der Einsätze.
Dazu
die entsprechenden Ressourcen zu schaffen, ist eine der Aufgaben, die
im Jahr 2023 anstehen.
Der
Wiederaufbau und Ausbau der Beratungskapazitäten erfolgt im Rahmen
von
"
Blickpunkt
Auge".
Blickpunkt
Auge ist das qualitätsgesicherte Beratungsangebot des Deutschen
Blinden- und Sehbehindertenverbands e. V. (DBSV) und seiner
Landesorganisationen.
Für
den Aufbau eines qualifizierten Beraterstamms bietet Blickpunkt Auge
eine umfassende Ausbildung in 3 Modulen an.
Wir
haben 2022 mit der Werbung von Teilnehmenden für 2023
begonnen.
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Rehabilitation und Hilfsmittelvertrieb
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Wenn
sich Menschen Rat und Hilfe suchend an den BSVSH wenden, geht es
naturgemäß auch um technische Hilfsmittel wie sprechende Uhren oder
Verkehrsschutzzeichen.
Für
die Beratung halten wir ein Sortiment von Musterhilfsmitteln vor, das
in Zusammenarbeit mit mehreren Herstellern aktualisiert wird.
Was
die großen Vertriebe wie der Deutsche Hilfsmittelvertrieb in Hannover
und Marburg oder das Landeshilfsmittelzentrum Dresden hier leisten,
ist uns als kleiner Landesverein in diesem Umfang nicht möglich.
Mit
der im Aufbau befindlichen Fachgruppe Technik und dem Beraterpool
werden wir den begonnenen Weg weiter verfolgen, Präsentationen und
Austauschrunden telefonisch, online und in realen
Veranstaltungsräumen zu organisieren.
Als
Musterveranstaltung hierfür kann der "1. Lübecker
Hilfsmitteltreff" gelten, den unser Verein am 22. Oktober 2022 mit
der Firma HelpTech in der Begegnungsstätte Mönkhofer Weg
organisierte.
Bei
diesen Angeboten ist es uns wichtig, aus der Verbraucherperspektive zu
handeln und auf Vielfalt wie Herstellerneutralität zu
achten.
Der
BSVSH ist der Ansprechpartner für Behörden und Institutionen, die
mit Belangen von blinden und sehbehinderten sowie von Sehverlust
bedrohten Menschen zu tun haben.
Er
gibt den Betroffenen Stimme und Gewicht, vertritt ihre Belange.
In
diesem Sinne arbeiten wir mit im
Landesbeirat
für die Teilhabe von Menschen mit
Behinderungen.
Fast
zeitgleich mit der Vorstandswahl im BSVSH begann die 20.
Legislaturperiode des Landtags mit einem Koalitionsvertrag, den wir
aufmerksam studierten.
Er
enthält zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Verwirklichung von
mehr Inklusion und Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft, vor
allem aber auch in medizinischer Betreuung und Pflege.
Ausdrücklich
enthalten ist im
Koalitionsvertrag
auch
ein Bekenntnis zur Anhebung des Landesblindengeldes.
Für
die Einführung eines Sehbehindertengeldes dagegen will man sich auf
Bundesebene einsetzen.
Die
Anhebung des Landesblindengeldes wurde im Rahmen der Erstellung des
Landeshaushalts für 2023 am 28.09.2022 in der
Plenarsitzung
des Landtags
erörtert.
Nach einer halbstündigen Debatte eines entsprechenden
SSW-Antrags
sowie eines diesen verwässernden
Alternativantrags
der Regierungsfraktionen
wurde
die Angelegenheit in den Sozialausschuss verwiesen.
Dieser
lud die Selbsthilfe-, Sozial- und Wohlfahrtsverbände am 02.11.2022
ein, im Rahmen einer Anhörung zunächst schriftlich Stellung zu
nehmen.
Im
Rahmen des BSVSH wurde unter Beteiligung der Bezirksgruppe SH des DVBS
eine AG Landesblindengeld gebildet.
Auch
konsultierten wir Experten unseres Spitzenverbandes und in
Konsultation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und weiteren
Verbänden, darunter dem Gehörlosenverband Schleswig-Holstein
(GV-SH).
Unsere
in gründlicher Erörterung erarbeitete Stellungnahme wurde am
15.12.2022 fristgerecht an den Sozialausschuss übermittelt und als
Umdruck
20-536 veröffentlicht.
Der
weitere Verlauf des Anhörungsverfahrens und des Landeshaushalts wird
im Tätigkeitsbericht für 2023 zu dokumentieren sein.
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Kommunalwahlen/Kommunalpolitik
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Im
Dialog mit der Landesvertretung für Menschen mit Behinderungen und
der Landeswahlleitung wurde die Vorbereitung der Kommunalwahl 2023 auf
die Möglichkeiten einer barrierefreien Gestaltung hin besprochen.
Wahlschablonen
oder auch besonders aufbereitete Kandidatenlisten sind leider bei der
Vielfalt der Listen in den rund 1080 kreisangehörigen Gemeinden, den
11 Kreisen und 4 kreisfreien Städten nicht zu haben.
Nach
Auskunft der Landeswahlleitung werden mehr als 2000 verschiedene
Wahlzettel generiert bei einer sehr kurzen Zulassungsfrist der
Wahlkandidaten.
Durch
unsere Anregung wurde in die Informationsmaterialien zur Kommunalwahl
der Passus eingeführt, der besagt, dass Menschen mit Assistenzbedarf
auch in der Wahlkabine die Hilfe einer Person ihres Vertrauens in
Anspruch nehmen können.
Ausdrücklich
wird auch erwähnt, dass sich Personen, die selbst nicht lesen
können, die Hilfe des Wahlvorstands in Anspruch nehmen können.
Der
Vorschlag, eine landesweite Hotline als Wahllotsendienst einzurichten,
war nicht durchsetzbar.
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Arbeitskontakte zum Sozialministerium
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Eines
der vorrangigen Anliegen des neuen Landesvorstands war es, die Eiszeit
in den Beziehungen zum Sozialministerium zu beenden.
Mit
dem Wechsel der Abteilung Gesundheit ins Justizministerium war eine
größere Umstrukturierung verbunden, sodass die angestrebten
Gespräche erst für das Jahr 2023 angebahnt werden konnten.
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Paritätischer Wohlfahrtsverband
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Der
Vorstand des BSVSH legt großen Wert auf die aktive Mitarbeit in
unserem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.
An
der Mitgliederversammlung am 25.11.2022 in Kiel ahmen Norbert Stolte
und Dr. Jürgen Trinkus teil.
Dabei
konnten die Kontakte zu verschiedenen Fachreferentinnen und
-referenten vertieft werden.
Insbesondere
Frau Birgit Uhlen-Blucha sei hier genannt, weil sie uns sehr geduldig
und zielführend bei der Antragstellung zur Selbsthilfeförderung bei
den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt.
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Norddeutsche Hörbücherei und Stiftung Centralbibliothek
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Treffen beim NDR mit den Blindenverbänden des Sendegebiets
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Seit
auch schwerbehinderte Menschen von der Zahlung des Rundfunkbeitrags
erfasst sind, hat der Norddeutsche Rundfunk i. d. R. jährliche
Treffen mit den Selbsthilfeverbänden der Betroffenen eingeführt.
An
den Treffen mit den BSV aus Niedersachsen, Hamburg,
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nimmt für den BSVSH
Sascha Lang an diesen Zusammenkünften beim NDR in Hamburg an der
Rothenbaumchaussee teil, so auch am 11.10.2022.
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Runder Tisch Barrierefreiheit beim Inklusionsbüro Lebenshilfe
Schleswig-Holstein
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Das
Ende 2014 gegründete Gremium soll Vertreter*innen unterschiedlicher
Verbände und Institutionen ein Forum des Austausches und eine
Plattform für effektive Zusammenarbeit bieten.
Für
den BSVSH nimmt Ursula Kleinert teil.
Einladungen
und Protokolle erhält auch Dr. Jürgen Trinkus und kann damit nach
Bedarf und Möglichkeit reagieren oder agieren.
25.11.2022
Workshop der Landesbeauftragten mit der Staatskanzlei zur
Nachwuchskräftegewinnung
Wir
waren angefragt, für die Veranstaltung im Landeshaus am 7.11.2022
einen Beitrag zur Sensibilisierung von AusbildungsleiterInnen des
Landes Schleswig-Holstein zu leisten, um sie für die
Einstellung/Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu
sensibilisieren.
Was
blinde und sehbehinderte Menschen leisten können, konnte Sascha Lang
demonstrieren.
Vielfalt der Herausforderungen
Im
Personenverkehr und bei der Gestaltung der Verkehrsräume vollziehen
sich aktuell und künftig tiefgreifende Veränderungen, an denen wir
uns aktiv beteiligen müssen, um die Interessen der von uns
vertretenen Menschen zu wahren.
Diese
Herausforderung stellt sich auf Landesebene und auch in den einzelnen
Regionen.
Wir
müssen uns beteiligen an der Arbeit der Beiräte und Beauftragten
für Menschen mit Behinderungen in Gemeinden, Kreisen und auf
Landesebene.
Alle,
die hier aktiv sind und sich einbringen, miteinander zu vernetzen für
den Austausch und abgestimmtes Handeln, gehört zu den Kernaufgaben
bei der Interessenvertretung.
Damit
haben wir sofort begonnen, sind jedoch noch immer nicht über das
Stadium hinaus gekommen, die Engagierten auf diesem Gebiet zu sammeln
und in einem Mailverteiler zusammenzuführen.
Ein
wichtiges Gremium für die Interessenvertretung ist Der Runde Tisch
mobilitätseingeschränkte Reisende, organisiert vom Ansprechpartner
für Verkehrsplanung Barrierefreiheit bei der NAH.SH GmbH. Die NAH.SH
ist der Landesbetrieb für den öffentlichen Personenverkehr.
Hier
wurden wir im Berichtsjahr durch Ursula Kleinert
vertreten.
Im
Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Entwurf des 6. RNVP (Regionaler
Nahverkehrsplan) der Stadt Kiel gab Dr. Jürgen Trinkus nach
Konsultation mit unserer Gruppe Kommunalpolitik in Kiel am 06.09.2022
eine qualifizierte Stellungnahme ab.
Mehrere,
darin vorgetragene Anliegen fanden Eingang in den
Änderungskatalog.
In
Kiel setzen wir uns ein für ein durchgängig zweisinniges
Fahrgastinformationssystem im Linienbusverkehr.
Als
Beitrag zum Thementag der
KIELREGION
GMBH
im
Rahmen der
6.
Digitalen Kieler
Woche
gestaltete der BSVSH gemeinsam mit der Firma Trapeze einen
Impulsvortrag nebst Kurzworkshop unter dem Titel "Smarte
Mobilität muss inklusiv sein!
Chancen
der Digitalisierung im ÖPNV für blinde und sehbehinderte Menschen
erkennen, gestalten und nutzen!" Darin gab es eine Präsentation
der Einsatzmöglichkeiten der APP INTROS.
Die
dabei geführten Gespräche mit Vertretern des Kieler Verkehrsbetriebs
(KVG) und der Städtischen Beteiligungsgesellschaft (EBK) wurden
genutzt, um wichtige Impulse zu geben für die Entwicklung des
Projektes "Barrierefreies Orientierungssystem zum Auffinden des
richtigen Fahrzeugs an der Haltestelle" und dessen Umsetzung i. J.
2023. Erfolgreich konnten wir die unter
maßgeblicher Mitwirkung des DBSV entstandene
DIN
13278 "Smarte Mobilität für Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen – Funktionale Ansätze" bei den
Kieler Entscheidern bekannt machen.
Das
in Kiel gestartete Projekt KISS hat sich erfolgreich um öffentliche
Fördermittel beworben und wird auch für den Busverkehr im Umland
sowie in Lübeck als Referenz und Pilotprojekt wirken.
Bei
der Beantwortung einer Anfrage an den Beirat für Menschen mit
Behinderungen der Landeshauptstadt Kiel ging es um
sehbehindertengerechte Gestaltung von Bushaltestellenschildern.
Hierzu
wurde die Expertise unserer "Schwarmintelligenz"
eingebracht.
Eine
Anfrage zur barrierefreien Umgestaltung des Ortskerns im Ostseebad
Kalifornien (Schönberg) wird im Rahmen unserer BLIXX GmbH durch
unseren Lehrer für Rehabilitation Blinder und Sehbehinderter durch
qualifizierte Beratungsleistung bearbeitet.
Es
ist uns wichtig, keine Anfrage aus dem Land unbearbeitet zu lassen.
So
begleiten wir auch die geplante Aufstellung einer "sprechenden
Bank" an der Promenade von Kellenhusen.
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Gelbe Karten für Falschparker – Aktionsbündnis in Lübeck
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Auf
Initiative des Blinden- und Sehbehindertenvereins entstand ein
Aktionsbündnis für Lübeck mit dem Anliegen, Gehwege von E-Scootern
freizuhalten.
Als
Mitstreiter wurden gewonnen die Vorwerker Diakonie gGmbH, welche die
Medienarbeit übernahm, die Marli-Werkstätten und der Christliche
Blindendienst in Lübeck.
Die
Aktion "Gelbe Karte für Falschparker" wurde am 10. Oktober
2022 um 10 Uhr vor dem Ulrich-Gabler-Haus,
Schüsselbuden
6-8, 23552 Lübeck,
vorgestellt.
Auch
der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Jan Lindenau war zu dem
Termin erschienen und gab am Folgetag eine solidarische Rückmeldung
an den Organisator der Aktion, Karl Küppers.
Unsere
Aktion löste eine viel beachtete Berichterstattung aus in den
"Lübecker Nachrichten", "Lübeck live" und im
NDR-Fernsehen.
Der
Fernsehbeitrag
"
Lübeck
zeigt falsch parkenden E-Scootern die gelbe
Karte"
wurde vom "Schleswig-Holstein Magazin" und "NDR Info"
ausgestrahlt und ist in der ARD-Mediathek zu finden.
Auch
in den
Kobinet-Nachrichten
wurde die Aktion bundesweit vermeldet.
In
der Folgezeit wurden die 1000 Gelben Karten im Stadtgebiet von Lübeck
an zahlreiche falsch parkende Roller gehängt.
Für
die erhoffte Berücksichtigung der schwächsten Teilnehmer am
Fußverkehr müssen wir unser kommunalpolitisches Engagement über die
Beiräte für Menschen mit Behinderungen verstärken.
Hier
ist die Mitwirkung des BSVSH in Kiel am stärksten ausgeprägt.
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Der BSVSH als Teil der bundesweiten Blinden- und
Sehbehindertenselbsthilfe
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Die
Verankerung des BSV für Schleswig-Holstein im Dachverband Deutscher
Blinden- und Sehbehinderten-Verband (DBSV) macht uns stark und auf
vielen Gebieten aktionsfähig.
Das
beginnt bei der Öffentlichkeitsarbeit, für die von den Ideen über
koordinierte Kampagnen bis hin zu nützlichen Materialien viel
erarbeitet und bereitgestellt wird.
Es
reicht weiter über die Wahrnehmung der sozialpolitischen und
gesellschaftlichen Interessen blinder und sehbehinderter Menschen
sowie von Augenpatienten auf Bundesebene, worüber wir umfassend in
Kenntnis gesetzt werden.
Es
schließt das Angebot vielfältiger Veranstaltungen und Projekte ein,
an denen sich Mitglieder und Vereine beteiligen können.
Vor
allem die Möglichkeiten, die uns die Teilnahme am Beratungsangebot
"Blickpunkt Auge" eröffnen, sind für die Entwicklung von
hochwertigen Beratungsangeboten auf Landesebene entscheidend.
Die
Beziehungen zwischen BSVSH und DBSV haben sich mit der Neuwahl des
Vorstands deutlich verbessert und intensiviert.
Ein
"offener Brief" des vormaligen Geschäftsführers "an das
DBSV – Präsidium und an alle DBSV-Mitglieder" vom Februar 2022
wurde vom nachmaligen Landesvorsitzenden in der
DBSV-Verwaltungsratssitzung am 22.06.2022 von der Tagesordnung
genommen.
In
dem besagten Schreiben war dem Verwaltungsrat des DBSV eine
Beschlussempfehlung nahe gelegt worden, "dem Präsidium für
dessen dokumentiertes Fehlverhalten formell eine Rüge zu
erteilen".
Dazu
heißt es im Protokoll: "Herr Dr. Trinkus nimmt den vorliegenden
Antrag zurück und wandelt die darin formulierte Rüge um, in einen
ausdrücklichen Dank."
An
folgenden DBSV-Veranstaltungen nahmen teil:
Verbandstag
vom 23. bis 25. Juni 2022 in Berlin: Ursula Kleinert, Regine
Planer-Regis, Norbert Stolte und Dr. Jürgen Trinkus.
Sie
brachten sich aktiv in die Workshops ein, knüpften zahlreiche
persönliche Kontakte und brachten aus der Plenartagung zahlreiche
Anregungen mit.
Wie
der bisherige Präsident des DBSV, Herr Klaus Hahn, ist auch der
jetzige Präsident, Herr Hans-Werner Lange unser Ansprechpartner im
Präsidium.
Verbandsratstagung
am 14. und 15. Oktober 2022 in Dresden: Norbert Stolte und Dr. Jürgen
Trinkus.
Geschäftsführertagung
des DBSV am 07.11.2022 in Kassel: Norbert Stolte.
Tagung
der Koordinationsstelle (KS) "Leben mit Sehbehinderung" mit
Neuwahl der Leitung und Weiterbildung "Angehörige in der
Beratung".
Vom
10. Bis 12.11.2022 Karl Küppers und Andreas Lassen.
Tagung
der Hilfsmittelberater vom 5. bis zum 8. Oktober in Hannover Alexandra
Richter.
Als
DBSV-Landesverein konnte der BSVSH Kandidaten nominieren für den
Fachausschuss für die Belange Sehbehinderter (FBS), den gemeinsamen
Fachausschuss für Informations- und Telekommunikationssysteme (FIT
und den
gemeinsamen
Fachausschuss für Umwelt und Verkehr (GFUV).
Der
BSVSH nominierte Niels Luithardt erfolgreich für den
GFUV.
Zur
Klausurtagung des BSVSH-Vorstands in Timmendorfer Strand waren am
28.10.2022 der DBSV-Präsident Hans-Werner Lange und am 27.10.2022
Herr Heiko Kunert als Geschäftsführer des BSV Hamburg unserer
Einladung gefolgt.
Der
BSVH lud den BSVSH-Vorstand zu einem Arbeitsbesuch am 24.01.2023 in
sein Louis-Braille-Center ein.
Den
Übergang zum neuen Corporate Design der DBSV-Familie zum
Jahreswechsel 2022-2023 vollzieht der BSVSH gern und unmittelbar mit.
Die
Briefköpfe und Mail-Signaturen wurden sofort angepasst.
Neue,
eigene Flyer und andere Erzeugnisse für die Öffentlichkeitsarbeit
folgen später.
Der
Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein blüht auf.
Für
das ehrenamtliche Engagement, ohne das ein Verein nicht leben kann,
versteht sich der Vorstand als Ermöglicher.
Mögliche
Hindernisse aus dem Weg zu Räumen und das Miteinander zu fördern,
ist Anliegen der AG Vereinsleben, die ihre begonnene Arbeit fortsetzt.
Auf
der hauptamtlichen Ebene dafür den förderlichen Rahmen zu schaffen,
treibt der Vorstand zielstrebig voran.
Auf
der Ebene von Buchhaltung, Steuerberatung, Bankbeziehungen wurden
dafür wichtige Rahmenbedingungen geschaffen.
Eine
institutionelle Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen wurde
für 2023 (erfolgreich) auf den Weg gebracht.
Die
den Aufgaben gerecht werdende Besetzung der Geschäftsstellenleitung
wurde langwierig aber letztlich gründlich vorbereitet.
Sie
wird der Schlussstein dieser Um- und Aufbauarbeit sein.
Eine
"ordnungsgemäße Geschäftsführung" ist die Basis jeglicher
Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel.
Hier
werden sich 2023 viele Türen öffnen.
Auf
dem Gebiet der Vermögensverwaltung und der Immobilienbewirtschaftung
geht es um Daseinsvorsorge für den Verein.
Wir
sehen die Herausforderungen und stellen uns ihnen.
Die
Sichtbarmachung der Belange blinder, sehbehinderter und von Sehverlust
betroffener Menschen im Land geht weiter.
Die
angemessene Anhebung des Landesblindengeldes erfordert eine weitere
Verstärkung unserer politischen Arbeit, damit Schleswig-Holstein hier
endlich den Makel des Bummelletzten abstreift.
Der
Verein ist der große Rahmen, den wir alle gemeinsam mit Leben
erfüllen.
So
sichern wir Zukunft.
Hinweise für die Anreise zur Mitgliederversammlung am 10.06.2023
Anlage 3: Kurzdarlegung der Steuerberaterin Kerstin Labusch
Erstellt: 07.05.2023 16:00 Aktualisiert: 07.05.2023 18:00
Autor: Jürgen Trinkus